Chicago: Merz Apothecary
So einen Laden gibt es nicht einmal in Deutschland: Eine 127 Jahre alte Apotheke im Stile des 19. Jahrhunderts mit einer Auswahl des 21. Jahrhunderts. Die handgearbeitete Holzfassade und die Bleikristall-Fenster lassen bereits draußen erahnen, dass es sich bei diesem ausgefallenen Geschäft um ein wahres Schmuckstück handelt. Drinnen wandern die Augen über schwere Eichenschränke, Parkettboden, Ornamente an der Decke und antike Medizinbehälter. Hier ist alles original und sogar noch in Benutzung. Zudem sorgen all die Mittelchen für einen derart lieblichen Duft, dass es einem die Sinne benebelt. Der Schweizer Einwanderer Peter Merz und seine Söhne hatten mit ihrer ungewöhnlichen Apotheke ein Jahrhundert lang Furore gemacht, weil sie nicht nur Pillendreher waren, sondern wie ein Familiendoktor fachmännisch berieten, Medizin selbst mixten und ihrer europäisch geprägten Kundschaft ausgefallene Import-Artikel anboten. 1972 übernahm Abdul Qaiyum, der deutsche Schwiegereltern hatte, die Merz Apothecary und baute das Konzept aus. Riesig ist seitdem vor allem die Auswahl an homöopathischen Mitteln und Kräutern aus aller Welt. Hier gibt es sogar natürliche Medizin, die in Deutschland nicht erhältlich ist. Wer im Urlaub sein 7-Kräuter-Shampoo oder seine Nivea-Creme vergessen hat, wer Heiltees und ausgefallene Seifen sucht, findet all das hier. Die Mitarbeiter beraten in sieben Sprachen, darunter seit etlichen Jahren der erfahrene Apotheker Herr Winters. Die Artikel werden inzwischen nicht mehr nur an die Chicagoer verkauft, sondern dank Website an Kunden weltweit.
Öffnungszeiten: Mo-Sa 9-18 Uhr
Sonstiges: Kreditkarte (American Express|VISA|Eurocard|Mastercard|Andere) , Haltestelle (Brown Line Western-Brown) Parkplatz (an der Straße oder auf einem Parkplatz um die Ecke (Parkuhr))
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