Brüssel: Musée Horta
Musée Horta
Viktor Horta hatte ein Problem: 1890 war er der begnadetste Art-nouveau-Architekt Belgiens und weltweit bekannt, doch wurde sein
Heimatland vom imperialistischen Monarch Leopold II. regiert. Er mochte den
monumentalen Prunk und hatte wenig übrig für
die sanft-organische Poesie des belgischen Art nouveau. Es stand entsprechend
schlecht um kostenschwangere Staatsaufträge und notgedrungen
war Horta auf Privatbauten angewiesen. Sein Ruf führte dennoch
vermögende Bauherren zu ihm und er konnte zahlreiche Aufträge in
Brüssel realisieren, vor allem in Ixelles und St. Gilles.
Eines der interessantesten
Gebäude ist sein eigenes, in dem sich heute das Horta Museum
befindet. Wer es nicht besucht, hat etwas verpasst!
Auch wenn man meint, alle Finessen erkennen zu können: Hier
lohnt sich wirklich einmal eine Führung. Die tüftlerische Perfektion, mit
der Horta sein Heim und Atelier errichtete, könnte dem Unkundigen sonst entgehen.
Mittels zahlloser Licht- und Raumeffekte veredelte der Architekt sein verspieltes
Domizil. Verschwenderisch eingesetztes Glas und Eisen findet
im lichtdurchfluteten Treppenhaus noch eine Steigerung. Sprechen Sie das Personal auf das
Entrée an! Über ein kompliziertes Modulverfahren wird das Problem des
fehlenden Personaleingangs umgangen.
Öffnungszeiten: Di-So 14-17.30 Uhr
Sonstiges: Haltestelle (Tram 81, 91, 92, 97 place Janson, Bus 54.) Parkplatz (in der Nähe)
Folgende Veranstaltungen finden hier statt:
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