Brüssel: Musée de Cinema
Musée de Cinema
Das Musée de Cinema ist ein beschauliches Beispiel für den unbürokratischen Aktionismus belgischer Ämter. Dass es seit dem Brand im Pariser Pendant das umfangreichste europäische Filmarchiv besitzt, ist völlig unbekannt. So muss es jedes Jahr um seine Finanzierung bangen. Das letzte Mal bedurfte es einer Protestaktion verschiedener Künstler, an der sich unter anderem Catherine Deneuve beteiligte, um das Überleben des Museums zu
sichern.
Die Bezeichnung Museum ist leicht irreführend, denn die Ausstellung fällt eher bescheiden aus. Die Exponate stammen vor allem aus der Entstehungszeit des Films und man kann sich unter anderem an einem heiteren Daumenkino Kaiser Wilhelms II. ergötzen.
Kino ist aber vor allem Zelluloid und das Filmmuseum kann da aus dem Vollen schöpfen. 160 verschiedene Filme werden pro Monat gezeigt. Fünf Filme pro Tag, davon zwei Stummfilme mit Live-Pianobegleitung. Fellini, Hitchcock, Kubrick und Murnau. Die meisten Filme sind im Original - vereinzelt auch deutsche Klassiker, vor allem
aus den Dreißigern. Der juristische Status ermöglicht den einmaligen Eintrittspreis ab ca. drei Euro. Monatlich erscheint ein Programm mit
Filmen, aktuelle Informationen gibt es auch auf der Website. Programm siehe Online-Agenda.
Sonstiges: Haltestelle (Metro Brussel-Centraal) Parkplatz (in der Nähe)
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