Vier Niederlagen in den ersten sechs Saisonspielen - da reichte es nicht nur den Fans des VfL Bochum. Der Revierklub trennte sich mit sofortiger Wirkung von seinem bisherigen Trainer Marcel Koller. Frank Heinemann und Dariusz Wosz übernehmen.
Der Mythos von den "Unabsteigbaren"- er bröckelt schon längere Zeit. Und die Angst vor einem erneuten Abstieg war und ist groß. Jahr für Jahr kämpft der Ruhrpott-Underdog ums Überleben. Auch in diesem Jahr ist der Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse das erklärte Ziel. Nicht mehr und nicht weniger!
Dieses Ziel sah der VfL bereits in der Frühphase der laufenden Saison in Gefahr. Vier Niederlagen in den ersten sechs Spieltagen bedeuteten das Aus für Trainer Marcel Koller. Frank Heinemann und Dariusz Wosz als sein Co-Trainer übernehmen das sportliche Ruder.
Weil in Bochum Geld für Transfers chronisch knapp ist, sind Andreas Johansson und Zlatko Dedic die beiden einzigen Neuzugänge. Der Schwede Johansson (Halmstads BK) gilt als taktisch clever und sehr laufstark. Er könnte auf der Sechser-Position spielen und damit Daniel Imhof verdrängen. Der Slowake Dedic kam aus der zweiten italienischen Liga (Frosinone Calcio). Vom schnellen Stürmer erhofft sich der VfL vor allem Vorbereiterdienste für die anderen Angreifer. In der Torhüterfrage fiel die Wahl auf Philipp Heerwagen als neue Nummer Eins. Vorgänger Daniel Fernandes bleibt nach enttäuschenden Leistungen in der Vorsaison nur der Platz auf der Bank.
Aufgrund der geringen finanziellen Möglichkeiten ist es nach wie vor eine Herausforderung für Bochum, die Klasse zu halten. Der VfL, der ganz klar im Schatten der großen Reviernachbarn Schalke und Dortmund steht, kann sich nur auf eines verlassen: Das Image von der grauen Maus wird so schnell nicht bröckeln.
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