Barcelona: Las Ramblas
Die Flaniermeile Barcelonas, die von der Kolumbusstatue bis zur Placa Catalunya reicht, ändert ihr Gesicht alle paar Hundert Meter: In Meernähe stehen Kioske, am Wochenende werden Stände mit Kunsthandwerk aufgebaut. Oberhalb des Liceu duften üppige Blumenstände, noch weiter oben fristen Tauben, Kaninchen und anderes Kleingetier ihr kümmerliches Dasein in engen Käfigen. Über die ganze Länge begegnet man skurrilen Stillstehern: Rothäute, goldene Pharaonen und mittelalterliche Pockenmönche haben ihre Mützen zur Sammlung ausgelegt. Einheimische sind nie dabei, aber das Geschäft scheint zu laufen. Interessanter sind die Straßenmusiker und Tangotänzer. Sogar ein Pianist rollt sein Instrument manchmal am Wochenende auf die Straße. Auf den Ramblas ist es nachts um drei voller als in der Kölner Fußgängerzone am Samstagnachmittag, dann mischen sich vor allem im unteren Teil auch androgyne Gestalten unter die Menge. Barcelonesen schimpfen über die Touristenmeile, aber dann gehen doch wieder alle hin.
Sonstiges: Haltestelle (Metro L3 Drassanes, Liceu, Catalunya) Parkplatz (In der Nähe)
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